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Helena Gräfe zu Baringdorf läuft auf Platz 6

Philipp Licht / 19. Februar 2012

Ein Wechselbad der Gefühle hat Helena Gräfe zu Baringdorf bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften in Sindelfingen erlebt. 

Nachdem sie nach einer erkältungsbedingt schlechten Leistung im Vorlauf schon glaubte ausgeschieden zu sein, rückte die 200m Läuferin durch den Verzicht von zwei Konkurrentinnen noch in das Finale nach.

Das einzige Problem: Als Baringdorf von der erfreulichen Nachricht erfuhr, war sie schon zuhause in Wiesbaden. Der Schützling von Georg Schmidt wähnte sich schon wie im falschen Film: wie auch bei ihren Deutschen Meisterschaften in den Jahren zuvor, erkrankte Baringdorf in den letzten Tagen vor dem Saisonhöhepunkt. So musste sich die Sprinterin diesmal mit einer hartnäckigen Erkältung herumplagen. Als Helena im Vorlauf mit 25,24s das Finale um einen Platz verpasste, packte sie frustriert ihre Sachen und fuhr zurück nach Wiesbaden.

Erst am nächsten Morgen erreichte Landestrainer Georg Schmidt die positive Nachricht, dass eine weitere Athletin auf das Finale verzichtet habe und Helena Gräfe zu Baringdorf in das Finale nachrückt. So fuhr die aufstrebende Sprinterin abermals nach Sindelfingen und bachte einen grandiosen Finallauf auf die Bahn.

Von der aufgrund des engen Kurvenradius benachteiligten Bahn zwei lief Baringdorf nach 25,01s und auf Rang 6 ins Ziel. Diese Leistung ist sogar noch höher einzuschätzen als ihre Bestzeit von 24,89 Sekunden, da Helena mit ihrem Infekt, einer sehr kurzen Nacht und der ungünstigen Bahn zwei alles andere als ideale Bedingungen zu kämpfen hatte. Natürlich war die Freude nach ihrer besten Einzelplatzierung bei Deutschen Meisterschaften überschwänglich. Die Sommersaison kann kommen!

 

 

 

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