Für die Sprinterinnen sieht dabei die Zielstellung in etwa gleich aus: Beide wollen im Sindelfinger Glaspalast in das am Sonntag ausgetragene Finale der besten Acht einziehen. Dass sie das drauf haben, bewies vor allem Helena Gräfe zu Baringdorf in diesem Winter über 200m schon mehrfach eindrucksvoll. Mit ihrer Bestzeit von 24,89s rangiert Baringdorf in der Meldeliste zurzeit auf dem 10. Platz. „Jedoch haben einige Konkurrentinnen, die vor Helena stehen, mit ihrer besseren Zeit aus der Freiluftsaison gemeldet“, rückt Trainer Georg Schmidt die Verhältnisse sofort wieder gerade. „Wenn Helena ihr stabiles Niveau aus den letzten Wettkämpfen abruft, sollte eine Finalteilnahme vollkommen im Bereich des möglichen liegen“.
Ein wenig schwieriger sieht die Sache bei Insa Schütze aus. Die noch der U18 angehörige Langsprinterin stellt sich in Sindelfingen der bis zu zwei Jahre älteren Konkurrenz, gibt sich aber dennoch angriffslustig. „Primäres Ziel ist die Verbesserung ihrer Bestzeit über 400m auf eine Zeit um die 57,00 Sekunden“, formuliert Schmidt die Aufgabe seines Schützlings. „In den letzten Jahren hat diese Zeit immer für einen Finalplatz gereicht.“ Dass Schütze diese Leistung anbieten kann, demonstrierte sie erst letztes Wochenende mit einer neuen Bestleistung über die 200m von 25,31s.
Leider nicht in Sindelfingen am Start sein werden Martin Schwerdtfeger und die 4x200m Staffel der weiblichen Jugend. Schwerdtfeger laboriert momentan an einer Fußsehnenentzündung und verzichtet trotz guter Chancen über 1500m/3000m zugunsten einer guten Vorbereitung, inklusive Trainingslager in Kenia, auf die Sommersaison mit der U20-WM in Barcelona.
Die Vorjahres Vierte 4x200m Staffel tritt ebenfalls nicht in Sindelfingen an. Das Ziel war, nachdem man auch bei der Freiluft DM den vierten Platz belegte, dieses Jahr auf jeden Fall eine Medaille zu holen. Da dies im Moment nicht sicher abzusehen ist, verzichten die Athleten in Absprache mit Trainer Schmidt auf einen Staffelstart. Helena Gräfe zu Baringdorf und Insa Schütze wollen sich stattdessen lieber voll und ganz auf ihre Einzeldisziplinen konzentrieren.
Das Interview mit Georg Schmidt im Wiesbadener Kurier gibt es hier
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